RADOX

Oxidativer Stress ist bei vielen Herz-Kreislauf-Erkrankungen ein entscheidender Faktor. Ausgelöst wird er durch freie Radikale. Diese hoch aggressive Moleküle werden im Körper durch Stoffwechselvorgänge oder äußere Einflüsse erzeugt. Von besonderer Bedeutung für die Forschung sind in diesem Zusammenhang reaktive Sauerstoffspezies. Ziel des Projekts RADOX ist es, die Einflüsse diese Radikale auf Erkrankungen des kardiovaskulären Systems zu untersuchen. Die Ergebnisse werden dazu beitragen, neue Diagnoseverfahren und Therapiestrategie zu entwickeln.

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RADOX - RADikale Reduktion von OXidativem Stress bei kardiovasulären Erkrankungen

http://radox.org/

EU (FP7-PEOPLE-2012-ITN; GA 316738),

Koordinator CharitéUniversitätsmedizin Berlin PI: Vera Regitz-Zagrosek, 2013-2016

Partner: Keith Channon (University of Oxford, United Kingdom), Thomas Krieg (University of Cambridge, United Kingdom), Rhian Touyz (University of Glasgow, United Kingdom), Stefan Janssens (University of Leuven, Belgien), Fabio di Lisa (University of Padua, Padua, Italien), Guillermo Zalba (University of Navarra, Pamplona, Spanien), Barbara Albrech-Küppers/Tobias Marquardt (Bayer Wuppertal, Deutschland), Uli Schotten (University of Maastricht, Niederlande)

Herz-Kreislauf-Erkrankungen (engl. cardiovascular disease, CVD) stellen nicht nur eine gesundheitliche Gefährdung, sondern zunehmend auch eine wirtschaftliche Belastung in entwickelten Ländern dar. Voraussichtlich wird die Prävalenz von CVD in den nächsten 20 Jahren sogar um ca. 60% zunehmen. Somit wird die Entwicklung neuartiger Behandlungen für Patienten mit CVD immer dringender. Oxidativer Stress ist ein wichtiger molekularer Faktor in der Pathogenese von CVD - jedoch fehlen noch entsprechende therapeutische Strategien. Das RADOX-Konsortium vereint hervorragende Wissenschaftler, die auf dem Gebiet des oxidativen Stress-Signalings sehr aktiv sind, verstärkt bestehende Kooperationen und integriert komplementäre Gebiete, um neben innovativen wissenschaftlichen Projekten auch herausragende, umfassende, integrative multidisziplinäre Trainingsmöglichkeiten zu erhalten. Das RADOX - Consortium besteht aus 9 Partnern (8 akademisch und 1 privat) sowie aus zusätzlichen 4 assoziierten privaten Partners und tainiert 15 PhD-Studienten sowie 4 Postdocs. Das Ziel dieses ITN-Projektes ist es, künftige führende Wissenschaftler auf dem Gebiet der Erforschung von oxidativem Stress hervorzubringen und eine Grundlage für eine starke translationale Forschung auf diesem Gebiet zu schaffen. Das wissenschaftliche Ziel des Projektes ist die Charakterisierung spezifischer Quellen reaktiver Sauerstoffspezies (ROS) und deren Wechselwirkung in CVD sowie die Nutzung dieses Wissens, um diagnostische Werkzeuge für die Erkennung und Quantifizierung von ROS und deren subzellulären Targets zu entwickeln. So soll eine Basis für die Entwicklung neuer therapeutischer Strategien geschaffen werden, die die Aktivität dieser spezifischen ROS-Quellen modulieren.