Forschergruppe Myokardhypertrophie (FOR 1054)

Sie befinden sich hier:

DFG-Forschergruppe (FOR 1054 "Geschlechtsspezifische Mechanismen bei Myokardhypertrophie" DFG); Koordinator: Vera Regitz-Zagrosek, 2011-2016

Partner: Charité, MDC, DHZB

Die Forschergruppe umfasst 8 Arbeitsgruppengruppen der Charité-Universitätsmedizin Berlin, des Deutschen Herzzentrum Berlin (DHZB) und des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin Berlin-Buch (MDC). Das vordringliche Ziel dieser Forschergruppe ist es, die Anpassung des Herzens an mechanische Belastung in beiden Geschlechtern zu untersuchen. Dazu werden mechanistische Untersuchungen an Zellkultur- und Tiermodellen durchgeführt. Dies beinhaltet Modelle für physiologische und pathologische Belastungen des Myokards, zum Beispiel Ausdauertraining und Bluthochdruck. Die Rolle der Sexualhormone und deren Rezeptoren werden hierbei gezielt analysiert.

Darüber hinaus untersuchen wir die Effekte von Sexualhormonen auf den Lipidstoffwechsel. Die Arbeitsgruppe von Prof. Vera Regitz-Zagrosek konzentriert sich in Kooperation mit verschiedenen klinischen Projekten insbesondere auf die Reaktion des männlichen und weiblichen Myokards auf Druckbelastungen bei Erkrankungen der Aortenklappe. Aufgrund vorheriger Erkenntnisse gehen wir davon aus, dass Östrogen (E2) und seine Rezeptoren ERα und ERβ die kardiale Reaktion auf mechanische Belastung durch die Regulation der Mitochondrienfunktion und des Energiemetabolismus modifizieren. Diese Prozesse schließen die Signaltransduktion durch die Proteinkinase Akt sowie die Regulation von Schlüsselfaktoren der Mitochodrienfunktion und metabolischer Gene ein. Im Fokus des Projektes stehen Geschlechterunterschiede in Mausmodellen für physiologische und pathologische Herzhypertrophie. Die Untersuchungen umfassen die Analyse der geschlechts-spezifischen Regulation von Genen und Proteinen des Energiemetabolismus, micro-RNAs und kardialen Proteinmustern.

Weiterhin analysieren wir die Mechanismen, die zur Entstehung von Geschlechterunterschieden im kardialen Phänotyp führen. In Zellkulturexperimenten untersuchen wir die Effekte der E2-aktivierten ERα und ERβ auf Schlüsselfaktoren die die mitochondriale Genexpression kontrollieren (z.B. MEF2, PGC-1α, PPARs) und deren Regulationsmechanismen. Das Projekt soll geschlechtsspezifische Mechanismen bei der Entstehung und Progression von Myokardhypertrophie mit therapeutischem Potential für beide Geschlechter identifizieren.

Projektleiter

  • TP 1| S.Mahmoodzadeh, V. Regitz-Zagrosek| Sex-specific modulators of mitochondrial function
  • TP 2| D.Dragun| Sex-specific functions of mTORC1 and mTORC2 in cardiac hypertrophy
  • TP 3| M.Bader | Androgens in cardiac hypertrophy
  • TP 5| J.Klose, PN. Robinson| Sex differences in the cardiac proteome in myocardial hypertrophy
  • TP 6| U.Kintscher| Sex differences in adipose tissue lipolysis and pathological cardiac hypertrophy
  • TP 7| WH. Schunck, DN. Müller, R.Fischer| Cytochrome P450-dependent eicosanoids in sex-specific mechanisms of cardiac hypertrophy and arrhythmia
  • TP 8| N.Hübner| Contribution of sex-specific epigenetic modifications to cardiac hypertrophy
  • TP 9| T.Niendorf, R.Dechend, J.Schulz-Menger| Sex differences in progression and regression of Ang IIinduced cardiac hypertrophy using Cardiac Magnetic Resonance Imaging
  • TP 10| E.Dworatzek, V.Regitz-Zagrosek, G.Petrov| Mechanisms of sex-specific myocardial remodelling in human aortic valve stenosis

Ihre Ansprechpartnerinnen für FOR 154