Pilotprojekt "Geschlechterforschung in der Medizin"

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BMBF 2008 bis 2014, Vera Regitz-Zagrosek

Gesamtziel des Projektes ist die Erarbeitung eines Ansatzes zur systematischen Etablierung von geschlechtsspezifischen Aspekten in der biomedizinischen Forschung. Es soll aufgezeigt werden, in welchen Bereichen Geschlechter-Fragestellungen eigenständige Forschungsthemen sein können.

Darüber hinaus soll präzisiert werden, in welchen medizinischen Fächern geschlechtsspezifische Aspekte als krankheitsrelevante und therapierelevante Faktoren untersucht und behandelt werden müssen. Dies führt zu einer Verbesserung der Forschungsqualität und gleichzeitig zu einer konkreten Verbesserung der Behandlungsmöglichkeiten für Frauen und Männer. Das Projekt schließt die Prüfung und Analyse der Berücksichtigung von geschlechtsspezifischen Aspekten in der derzeitigen medizinischen Forschung ein. Es gibt Hinweise zur Umsetzung von Geschlechter-Fragestellungen in der präklinischen und klinischen Forschung und für die Bewertung von Gender-Aspekten in Forschungsprojekten. Die Ergebnisse werden dazu führen, dass

  1. ein fächer-übergreifender Bereich biomedizinischer Geschlechterforschung umrissen werden kann, dass
  2. Themenfelder abgesteckt werden, die zur adäquaten Berücksichtigung von geschlechts-spezifischen Aspekten in biomedizinischen Forschungsvorhaben sinnvoll sind und dass
  3. in den einzelnen medizinischen Fachgebieten definiert wird, wo Geschlechter-Fragestellungen bereits bearbeitet werden und wie dies umgesetzt werden kann. Die Präsentation der Ergebnisse in der wissenschaftlichen Gemeinschaft und ihre Kommunikation in der wissenschaftspolitischen Öffentlichkeit sind ebenfalls Bestandteile des Projektes.