GendAge - Geschlechts­sensitive Vorbeugung kardiovaskulärer und metabolischer Krankheiten bei älteren Erwachsenen in Deutschland

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Förderer: BMBF
Laufzeit: 2017 bis 2021
Projektleiterin: Prof. Vera Regitz-Zagrosek

Partner: Charité, Humboldt-Universität, Louise Pilote, Montreal

Mechanismen der Krankheitsentstehung in Abhängigkeit vom Geschlecht sind unzureichend verstanden, eine Tatsache die sich negativ auf gezielte und personalisierte Vorbeugungs- und Therapieansätze auswirkt. Diese Lücke soll mit der hier geplanten Studie GendAge geschlossen werden. Die Studie basiert auf einer bereits existierenden Kohorte von 1.600 Frauen und Männern aus der Berliner Altersstudie II (BASE-II), welche zentrale Variablen in den Bereichen kardiovaskuläre und metabolische Gesundheit, Sozioökonomie und Lebensqualität umfassend erhoben hat. Die Ersterhebung dieser Studie, bietet die Möglichkeit, Effekte, die von biologischem und sozialem Geschlecht (Sex und Gender) abhängen, mit Querschnittsdaten zu analysieren.

Zusätzlich wird uns die Erhebung von Follow-up-Daten als Teil der hier geplanten Untersuchung in die Lage versetzen, longitudinale Analysen durchzuführen, und damit die Krankheitsentstehung sowie deren Bedingungsfaktoren und zugrundeliegenden Mechanismen zu untersuchen. Als ein wichtiger Schritt in diese Richtung besteht ein Ziel der hier geplanten Untersuchung darin, neben dem biologischen Geschlecht auch die Rolle des sozialen Geschlechts Gender in Bezug auf kardiovaskuläre Risikofaktoren und Krankheiten zu analysieren. Hierzu werden wir ein neues Maß für Gender entwickeln, welches deutlich über die traditionellen Mann-Frau-Stereotypen hinausgeht, und wir werden diese neue Skala umfassend validieren und deren Nutzen prüfen.